Manaslu Base Camp (4.870 m)

Das Wetter spielte heute nicht nur mit, es schrie förmlich danach, ins Base Camp auf 4.870 Höhe aufzusteigen. Schon am Morgen war der Manaslu in komplett sichtbar. Es waren kaum Wolken am Himmel und die Temperaturen waren auch perfekt.

Wir machten uns, für unsere Verhältnisse, sehr früh auf den Weg. Die letzten schätzungsweise 4 bis 5 km ging es konstant steil bis sehr steil nach oben (20-40% Steigung!).

Auf dem Weg ist uns ein etwa 60- bis 70-jähriger Italiener entgegen gekommen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass er seine 8000er Besteigung abbricht. Er hätte ernste Magenprobleme und würde nun den Manaslu stattdessen umrunden.

Nach fünf Stunden hartem Aufstieg waren im Base Camp angekommen. Es war jetzt nicht so überwältigend wie man es vielleicht erwartet hätte. Hier waren nicht wie beim Mount Everest Base Camp 379 Bergsteiger die auf den Aufstieg warteten, sondern fünf. Entsprechend bestand das Lager auch nur aus knapp fünf Zelten.

Aktuell bei unserer Ankunft war nur einer der Kandidaten für die Besteigung anwesend. Die anderen sind scheinbar mit Vorbereitungstouren beschäftigt. Dafür legen diese Leute unsere Tagesetappe alle ein bis zwei Tage zurück. Der früheste Aufstieg ist erst in knapp zwei Woche geplant.

Der einzige Anwesende, Ungar seines Zeichens, will nach seinem Aufstieg mit Ski von oben herunter fahren, wie er es zuvor auch schon von drei 7.500ern in Alaska, Tibet und China gemacht hat. Seine einleuchtende Begründung lautete: „Ich laufe nicht gerne bergab“.

Für morgen ist ein Ruhe- und Akklimatisierungstag geplant. Ich werde den eventuell für einen Alleingang nutzen und die nahe gelegene Hochebene auf 4.066 m aufsuchen.

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